Trost und Unrat
Broschur, mit einem Umschlagmotiv und sieben Kapitelvignetten von Ernst Kahl
160 Seiten
1. Aufl. 2001
11,25 €(D)
ISBN 978-3-930559-82-4

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Trost und Unrat
Polemiken Abrechnungen Grobheiten
Michael Rudolf

Realität ist, was man im TV senden kann – das Leben, paralysiert zum Werbeclip. Und Darsteller wie Zuschauer gehören zur »Zielgruppe«, einem komatösen Gekröse feiger Figuren, die ungefragt ihr »Gesicht zeigen« müssen, die von früh bis spät »Kult« sagen, denen jeder Scheißdreck »genial« vorkommt und die ihr Heil in der Wucht suchen, mit der sie eine »Normalisierung der Deutschen« im Umgang mit ihren Verbrechen anmahnen.

Das Dauerschützenfest, welches uns als »Berliner Republik« verkauft wird, heckt eine jauchige Flut von geklonten Animateuren (Franz Alt, Blixa Bargeld, Angelika Beer, Thomas Brussig, Dieter Gorny, Gunda Röstel, Birgit Schrowange, Andreas Türck, Ludger Volmer, Dietmar Wischmeyer ...) aus, an denen scheinbar jede Kritik abprallen will.
Und wirklich: Die Zeiten, in denen Verrisse leichter als Lobeshymnen zu schreiben waren, sind endgültig vorbei. Dagegen hilft nur noch Willkür, behauptet Michael Rudolf. Betont unsachlich stellt er in seinen Satiren und Polemiken die neue Mutter aller Fragen: »Wo bleibt denn das Negative?« Zum Trost der Leser schlägt er zu, ohne die frechen Antworten abzuwarten. Pardon wird nicht gegeben. Jeden, den er trifft, trifft es zu Recht.

Die Presse

»Im enthusiastisch-bekloppten Stil von Coupé und Super-ILLU präzisiert Rudolf die Gemütslage einer Nation, die sich solche falschen, weil Volksvertreter wie Trittin noch’n Pilz auf die Milz trinkend herbeisehnt.« (Christof Meueler in Junge Welt)

»Michael Rudolf – ein begnadeter Don Quijote, der mit seinem Buch mit dem treffenden Titel ›Trost und Unrat‹ möglicherweise mehr Heil für die Bewußtheit unserer medienverrammelten Gesellschaft anrichten könnte als Horkheimer, Sartre und Adorno zusammen, wäre nur die Auflagenhöhe vergleichbar.« (Thomas Rötgers in Eulenspielegel)

»Anders als viele Kollegen arbeitet Rudolf nicht auf eine Pointe hin, sondern weiß das Publikum mit voluminösen Wort- und Satzkonstruktionen zu unterhalten.« (Marc Halupczok in der Braunschweiger Zeitung)

»Tja, und dann widerfährt einem, wenn man den Hammer des Berufs gerade an den Nagel hängen will, sowas hier. Die Erkenntnis, dass das Leben eines der allerschönsten ist. Wenn man es nur schlecht machen will. Nein, ich mag Rudolf nicht, ich hab ihn, mit Verlaub, richtig lieb.« (Tuberkel Knuppertz in Ox)

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