»All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt«
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Klappenbroschur, mit Abb.
216 Seiten
Dezember 2025
25,00 €(D)
ISBN 978-3-95575-245-3

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»All das passierte in diesem irrsinnigen Milieu Frankfurt«

Gespräche über eine Stadt

Kenneth Hujer

Frankfurt als Kunststadt und kultureller Brennpunkt

Die Stadt Frankfurt aus ganz verschiedenen Zusammenhängen in den Blick zu nehmen und sich dabei ihre Geschichten erzählen zu lassen – darum geht es Kenneth Hujer in seinem Interviewband. Er spricht über Frankfurt als Kulturstadt in Film, Kunst, Fotografie, Roman und Musik, auf der Theaterbühne, als politisches Laboratorium, zu Fuß, im Untergrund und auf der Couch. In elf umfangreichen Gesprächen entsteht ein vielstimmiges und detailreiches Bild der Mainmetropole, das sowohl persönliche Erinnerungen als auch kollektive Erfahrungen einfängt – mit einem besonderen Fokus auf die gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüche der 1960er bis 1980er Jahre zwischen Studierendenrevolte, Psychoanalyse und Publikumsbeschimpfung.

Die Bandbreite der Gesprächspartner:innen reicht von der Schriftstellerin Eva Demski, der Fotografin Barbara Klemm und dem Musikjournalisten Klaus Walter über den Politiker und Publizisten Daniel Cohn-Bendit sowie den Suhrkamp-Lektor und Verleger Karlheinz Braun bis hin zu dem Konzeptkünstler Timm Ulrichs. Sie teilen Erinnerungen, Erfahrungen, Berichte und Anekdoten und stellen Überlegungen zur Frankfurter Gegenwart und Zukunft an. Zudem haben sie in ihren Archiven gekramt und Hujer Unveröffentlichtes und Kurioses anvertraut, das er zusammen mit den Interviews in diesem Buch präsentiert.

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»Die 1960er, 70er und 80er Jahre waren eine spannende Zeit für die gesellschaftliche und kulturelle Entwicklung der jungen Republik. Und Frankfurt war mittendrin – eine Stadt im Aufbruch. An Adornos Institut für Sozialforschung kulminierten die Studierendenproteste, für die Spontis um Cohn-Bendit und Joschka Fischer lag der Strand unterm Pflaster, im Theater am Turm wurde das Publikum beschimpft. Es war die Stadt der Verlage, der Psychoanalyse, der Architektur sowieso. Aber was hat Frankfurt damals eigentlich zu so einem spannenden Ort und Brennpunkt kultureller und gesellschaftlicher Entwicklungen gemacht? Dieser Frage geht Kenneth Hujer mit seinem Buchprojekt nach. Er hat sich dafür mit Menschen getroffen, die diese Zeit aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erlebt und geprägt haben und hat sich in ausführlichen Gesprächen ihre Geschichte(n) erzählen lassen.« – Martin Kersten, HR2 Kultur

Die Presse

»wirklich lesenswerte[s] Buch des Frankfurter Autors Kenneth Hujer [...]. Hujer hat mit seiner druckfrischen Sammlung von Interviews einen Stadtführer der ganz anderen Art vorgelegt, wenn man diese ›Gespräche über eine Stadt‹ denn so nennen mag. Denn selbst Frankfurt-Profis dürfte vieles überraschen, es sind Geschichten, die man so noch nicht gehört hat.« – Andreas Hartmann, Frankfurter Rundschau

»[Hujer] interessiert [...] das Neue Frankfurt der Zwischenkriegszeit genauso wie das der Studentenrevolution, der Kritischen Theorie und der Suhrkamp-Kultur. Geeint wird schließlich alles durch das, was ihn fasziniert: Frankfurts Freude am Experiment. [...] Frankfurt, die Stadt, die sich umbaut, braucht eben ihre eigenen Archäologen.« – Florian Balke, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das Buch beleuchtet Frankfurts innovativste Szenen und Institutionen der letzten siebzig Jahre faktenreich und äußerst lesenswert und zeigt ›Mainhattan‹ in seinem ganzen (vergangenen) Facettenreichtum.« – Wolfgang Rüger, textor

»Es ist ein aufregendes Stück Zeitgeschichte, das Kenneth Hujer in seinem Interviewband dokumentiert, ein Rückblick auf eine Zeit, in der Frankfurt mitten im Zentrum geistiger und gesellschaftlicher Auseinandersetzungen stand.« – Christoph Scheffer, HR2 Kultur

»Besonders eindrücklich ist bei der Lektüre des Buchs, wie die Interviews miteinander zu sprechen beginnen. Themen und Motive tauchen wieder auf – manchmal zustimmend, manchmal widersprüchlich. So entsteht ein dialogisches Geflecht, das vor allem die Energie der 1960er bis 1980er Jahre neu beleuchtet [...]. Im Zusammenspiel entsteht eine kartografische Bewegung, die Frankfurt nicht vermisst, sondern erfahrbar macht. Die Stadt zeigt sich darin als ein Gefüge aus Schichten, Konflikten und – ganz wichtig – Möglichkeitsräumen.« – Strandgut Kulturmagazin

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