A Global Mess Leseprobe

Broschur, farbig bebildert
Ca. 300 Seiten
Frühjahr 2019
27,00 €(D)
ISBN ISBN 978-3-95575-112

Verfügbarkeit: Nicht Lieferbar

A Global Mess
Eine SubkulTOUR durch Südostasien
Diana Ringelsiep / Felix Bundschuh

Jede Generation rebelliert aufs Neue gegen die Werte und Moralvorstellungen ihrer Eltern. Doch wen soll das noch schockieren, wenn es Sex-Pistols-Shirts von der Stange gibt und Gangster-Rap im Radio läuft? Die Journalistin Diana Ringelsiep und der Musikmanager Felix Bundschuh sind dort hingegangen, wo Subkultur noch echte Rebellion bedeutet. Auf ihrer Reise quer durch Südostasien sind sie der Frage nachgegangen, welches Lebensgefühl junge Menschen verschiedener Untergrundbewegungen weltweit miteinander verbindet. »A Global Mess« erzählt die Geschichte zweier Freunde, die sich auf eine abenteuerliche Reise ans Ende der Welt begeben haben, um Orte zu erkunden, die in keinem Reiseführer stehen. Sie besuchten Underground-Konzerte in verlassenen Gebäuden, gerieten in heikle Situationen abseits der üblichen Touristenpfade und führten zahlreiche Gespräche mit Bands, Street Artists und Riot Grrrls.

In ihrem episodenhaft erzählten Buch gewähren Diana und Felix Einblicke in ihren Reisealltag und erzählen aus wechselnden Perspektiven von ihren Erlebnissen. Dabei greifen sie auch auf Tagebucheinträge, E-Mails, SMS- Dialoge und Interviews zurück, die sie unterwegs geführt haben. Diese besondere Mischung aus Reiseanekdoten und journalistisch aufbereiteten Rechercheergebnissen macht »A Global Mess« zu einem einzigartigen Zeitzeugnis, das die globale Verbundenheit verschiedener Subkulturen dokumentiert.

Leseprobe

»Es war wie verhext. Seit einer halben Stunde standen wir nun schon am Straßenrand und keiner der im Minutentakt vorbeifahrenden Taxifahrer würdigte uns eines Blickes. Wir wollten gerade aufgeben, als ein Taxi neben uns hielt. Erleichtert rutschten wir auf die Rücksitzbank und Felix reichte dem Fahrer den Flyer mit der Adresse. Doch der fuhr direkt wieder links ran. ›I don’t drive to that place. Go out!‹ Auch der nächste Fahrer schien nicht begeistert von unserem Ziel zu sein und verlangte einen ordentlichen Zuschlag. Entnervt stimmten wir zu. Die Fahrt dauerte länger als erwartet und endete in einer dunklen Gasse, in der weit und breit kein Mensch zu sehen war. Schweigend gingen wir ein paar Schritte in die Dunkelheit hinein, doch alles, was wir fanden, waren vergitterte Werkstätten und verlassene Fabrikgebäude. Plötzlich tauchten am Ende der engen Gasse zwei dunkle Gestalten auf. Es wäre untertrieben, zu sagen, dass mir zum ersten Mal mulmig zumute wurde. Intuitiv rückte ich näher an Felix heran und senkte den Blick. Als ich das nächste Mal aufschaute, waren die Silhouetten verschwunden. Fuck, das hatte gerade noch gefehlt. Wortlos setzten wir einen Fuß vor den anderen. Dann sah ich sie wieder. Nur wenige Meter von uns entfernt lehnten zwei junge Männer an einem Ladengitter – ihre Köpfe über ein leuchtendes Handy-Display gebeugt. Ich atmete auf. Es waren Punks. Und wie sich herausstellte, waren sie auf der Suche nach derselben Show wie wir. Kurz darauf folgten wir ihnen in eins der vermeintlich verlassenen Gebäude. Der Größere entschied sich für einen der in die Jahre gekommenen Aufzüge und drückte die ›18‹. Quietschend setzte sich die Kabine in Bewegung. ›Hoffentlich werden wir da nicht ausgeraubt‹, schoss es mir durch den Kopf. Doch als die Türen sich wieder öffneten, schallte uns bereits lauter Punkrock entgegen.«

1984! – Block an Block
Plattenkisten
Lies die Biber
Go Ost!
Stuart Hall – Aktivismus, Pop und Politik