A Global Mess
Leseprobe

Broschur, farbig bebildert
Ca. 300 Seiten
Juni 2019
27,00 €(D)
ISBN ISBN 978-3-95575-112

Verfügbarkeit: Nicht Lieferbar

A Global Mess

Eine SubkulTOUR durch Südostasien

Diana Ringelsiep / Felix Bundschuh

Jede Generation rebelliert aufs Neue gegen die Werte und Moralvorstellungen ihrer Eltern. Doch wen soll das noch schockieren, wenn es Sex-Pistols-Shirts von der Stange gibt und Gangster-Rap im Radio läuft? Die Journalistin Diana Ringelsiep und der Musikmanager Felix Bundschuh sind dort hingegangen, wo Subkultur noch echte Rebellion bedeutet. Auf ihrer Reise quer durch Südostasien sind sie der Frage nachgegangen, welches Lebensgefühl junge Menschen verschiedener Untergrundbewegungen weltweit miteinander verbindet. »A Global Mess« erzählt die Geschichte zweier Freunde, die sich auf eine abenteuerliche Reise ans Ende der Welt begeben haben, um Orte zu erkunden, die in keinem Reiseführer stehen. Sie besuchten Underground-Konzerte in verlassenen Gebäuden, gerieten in heikle Situationen abseits der üblichen Touristenpfade und führten zahlreiche Gespräche mit Bands, Street Artists und Riot Grrrls.

In ihrem episodenhaft erzählten Buch gewähren Diana und Felix Einblicke in ihren Reisealltag und erzählen aus wechselnden Perspektiven von ihren Erlebnissen. Dabei greifen sie auch auf Tagebucheinträge, E-Mails, SMS- Dialoge und Interviews zurück, die sie unterwegs geführt haben. Diese besondere Mischung aus Reiseanekdoten und journalistisch aufbereiteten Rechercheergebnissen macht »A Global Mess« zu einem einzigartigen Zeitzeugnis, das die globale Verbundenheit verschiedener Subkulturen dokumentiert.

Leseprobe

»Es war wie verhext. Seit einer halben Stunde standen wir nun schon am Straßenrand und keiner der vorbeifahrenden Taxifahrer würdigte uns eines Blickes – dabei winkten wir mittlerweile ziemlich wild. Den Flyer zu der Show, die in einem Alternativen Zentrum am Rande von Kuala Lumpur stattfinden sollte, hatten wir von einem unserer WhatsApp-Kontakte bekommen. Endlich hielt ein rotes Taxi neben uns und wir rutschten erleichtert auf die Rücksitzbank. Felix reichte dem Fahrer den Flyer mit der Adresse, doch der fuhr direkt wieder links ran. ›I don’t drive to that place. Go out!‹ Auch der nächste Fahrer schien nicht begeistert von unserem Ziel zu sein und verlangte einen ordentlichen Zuschlag. Wir willigten ein. Die Fahrt dauerte länger als erwartet und endete in einer verlassenen Straße, in der weit und breit kein Mensch zu sehen war. Schweigend gingen wir ein paar Schritte in die Dunkelheit hinein, doch alles, was wir fanden, waren vergitterte Werkstätten und verlassene Fabrikgebäude. Plötzlich tauchten am Ende der Gasse zwei dunkle Gestalten auf. Es wäre untertrieben, zu sagen, dass mir mulmig zumute wurde. Genau genommen wurde mir schlecht. Intuitiv rückten wir näher zusammen und ich senkte den Blick. Als ich wieder aufschaute, waren die Silhouetten verschwunden. Fuck, das hatte gerade noch gefehlt, sie konnten überall sein. Doch dann entdeckte ich nur wenige Meter von uns entfernt zwei junge Männer, die an einem Ladengitter lehnten – ihre Köpfe über ein leuchtendes Handy-Display gebeugt. Es waren Punks und sie suchten dieselbe Venue wie wir. Kurz darauf telefonierten sie mit irgendwem und folgten wir ihnen in eins der vermeintlich verlassenen Gebäude hinein. Der Größere entschied sich für einen der in die Jahre gekommenen Aufzüge und drückte die ›18‹. Mit einem lauten Quietschen setzte sich die Kabine in Bewegung. ›Hoffentlich werden wir da oben nicht ausgeraubt‹, schoss es mir durch den Kopf. Doch als die Türen sich wieder öffneten, schallte uns bereits lauter Punkrock entgegen.«

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