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Hardcover, farbig illustriert
140 Seiten
1. Aufl., März 2014
19,90 €(D)
ISBN 978-3-95575-000-8

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Totes Meer
18 Metzger

Ausgezeichnet mit dem Max-und-Moritz-Preis für den „Besten deutschsprachigen Comic-Strip"!

Die Comics von 18Metzger, die in der Wochenzeitung »Jungle World« erscheinen, transformieren Alltag in maritime Grotesken. Die Strips sind bevölkert von Matrosen, die keine Sekunde still sitzen können, ohne eine neue Geschäftsidee zu haben. Sie haben mobiles Internet, aber keinen Grund, das Haus zu verlassen. Falls doch, begegnen sie der neuen Mitte auf ihrem Weg nach unten. Ihr Versuch, eingebildeten Freunden oder ungebildeten Freundinnen Zuspruch zu spenden, gerät ungeschickt zur Kranzniederlegung. Sie geben vor, zu wissen, dass alles besser wird, wenn das Private nur politisch genug ist und sie im Falschen nicht Zeit mit dem Richtigen vertrödeln. Bei schlechtem Wetter verlegen sie ihren Beitrag zum Untergang der Welt in den Festsaal. Sobald sie die Augen zumachen, treten sie überall in Hundescheiße oder Globalisierungsverlierer. Sie ficken den ganzen Tag und nach ihrem Tod verwandeln sie sich in Bernstein. Wer nicht mit ihnen im selben Boot sitzt, dessen Wasserleiche posten sie auf ihrem Blog.

In Kooperation mit der Wochenzeitung »Jungle World«

»Einer der besten Sachen ist es, alleine in einem Raum zu sitzen und laut zu lachen, weil man einen Comic anguckt! Das passiert bei 18 Metzger am laufenden Band!«
– Thees Uhlmann

»Scheiß Künstlername – super Comicstrips!«
– Brezel Göring


LAUDATIO der Jury zur Verleihung des Max-und-Moritz-Preises für den »Besten deutschsprachigen Comic-Strip 2014«:

»Damit hatten die Metzger die Jury schon mal eingenommen: Dass man wieder einmal einfach nur da sitzen und darüber staunen darf, was der deutsche Comic alles vermag. Die Sammlung vom Ventil Verlag gibt einen besonders schönen Überblick über den dadaistischen Nonsens, den die Serie ›Totes Meer‹ immerhin bereits seit 2003 unter die Leser der ›Jungle World‹ streut.

Zweifellos hätte Hans Arp seine Freude an der Sache gehabt, Jean Genet natürlich auch. (Hin und wieder, scheint es, ist auch ein Augenzwinkern von Kurt Schwitters mit im Spiel.) Der Humor, die coole Linienführung, die weltanschauliche Schärfe oder auch nur schlichte Verspieltheit dieser Ein- bis Vierpanel-Streifen lassen alle zusammen und jedes für sich kaum etwas zu wünschen übrig, und was für die Sammlung gilt, scheint – studiert man die Metzger-Website – sich in den weiteren Strips einfach immer nur noch fortzusetzen.

Gerne im Farbstiftstrich blühen hier aus den toten Gewässern im Striptitel zuweilen fast hockneyhaft Matrosenscherze auf, zwischenzeitlich ergänzt durch fotografisch genaue Großschiff-Ansichten … manchmal ist dann auch weit und breit kein Wasser (und kein Matrose) zu sehen, dafür die Schweiz. Das ist dann sinnig und redlich verdient bei der sonderbaren Plakatkunst, die die rechten Parteien in dem kleinen Alpenland pflegen. Politisch können sie nämlich auch, die Metzger(!), soll damit gesagt sein, und bei soviel Können bleibt gar nichts anderes übrig, als den Streifen-Bauern den Max und Moritz-Preis für den besten deutschsprachigen Strip anzutragen.«

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